Fotos und Nachbericht von Vogl´s Käfig voller Narren

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„Ein Käfig voller amüsanter Abwechslung“

Marco Vogl präsentierte beste Unterhaltung auf hohem Niveau.

Unter dem Motto “Vogl’s Käfig voller Narren” präsentierte Marco Vogl vier Künstler, die unterschiedlicher nicht sein können. Vogl lernte Sie auf seinem Weg über verschiedene Bühnen Künstler kennen und wollte sie dem Landshuter Publikum nicht vorenthalten.

Kabarettistisch hintersinnig und lustig überraschte der Abend immer wieder auf‘s Neue.

Zu Anfang präsentierte Wiggerl aus dem Provinznest Berglern in bestem Dialekt dramatische Kindheitserlebnisse die ihn bis heute nicht mehr loslassen. Seine lebendigen Geschichten und seiner angenehmen und präzisen Darbietung konnte sich im Publikum kaum einer entziehen. In bestem bayerisch skizzierte er den damals weit verbreiteten Badesamstag: Eine ganze Familie und eine volle Wanne mit Badewasser, die ihn als kleinsten mit ihrer graugrün schimmernden Oberfläche eher an ein Solebecken erinnerte.

Auf deftiges Kabarett folgte eine Showeinlage mit Tobi van Deisner, der bereits die Supertalent-Jury um Dieter Bohlen faszinierte und es dort bis ins Halbfinale schafte. Mit einer dynamischen Show, in der er seine überragenden Fähigkeiten als Ballonkünstler unter Beweis stellte, garnierte er mit witzigem Zaubertricks und einer Bühnenpräsenz, der sich keiner des ausverkauften Salzstadels entziehen konnte. Auf dem Höhepunkt seiner Show verschwand er blitzschnell in einem fast zwei Meter großen Luftballon, der Saal tobte.

Nach der Pause präsentierte Vogl, der auch Teile seines neuen Programms witzig und wortgewandt zum Besten gab, den durch seine Radioshow “Matuschke” bayernweit bekannten Matthias Matuschik. In seinen kabarettistisch philosophischen Ausflügen beleuchtete dieser die vermeintlichen Vorzüge einer Alleskönner-Küchenmaschine, dabei wunderte er sich schon, dass die Hersteller Glauben machen wollen, es verberge sich in einem großen braunen klebrigen Klumpen ein Schweinebraten mit Knödel und Soße. Zur Verzweiflung brachte den Autofan die Idee von BMW jetzt einen Dreizylinder zu bauen. Das einzig Positive, was Matuschik dem abgewinnen kann, ist der mit der Bahn angereiste Autofan, dass er den gesparten Sprit mit seinem Achtzylinder würde aufbrauchen können..

Musikalisch wurde es mit Alexander Göttlicher aus Franken. “Wir sind quasi international” witzelte Vogl bei der Anmoderation. Mit Wortspielen wie “Warum können Propangashändler nix schreiben? Weils „Ka tusche ham” begeisterte er das Publikum und lieferte damit den Beweis, dass aktiv Mit- und Nachdenken nicht zwangsweise anstrengend sein muss. Die banalen ungelösten Probleme des Alltags thematisierte Göttlicher mit dem Song „Aber zum Mars fliegen wollen” und rundete nach drei Stunden den unterhaltsamen und kurzweiligen Abend ab.

Das Publikum verabschiedete die Künstler mit lang anhaltendem Applaus und Marco Vogl versicherte nach dem gelungenen Abend,  dass er wieder auch im nächsten Jahr einen Käfig voller Narren nach Landshut entführen wird.

Text: Georg Wild

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